tobaccoland-Roadshow in Ansfelden: 80 Trafikanten diskutierten angeregt über alternative Einnahmequellen.
Der Zigarettenabsatz in Österreich sinkt seit Jahren. 2010 wurden laut tobaccoland-Zahlen 13,57 Milliarden Stück Zigaretten in Österreich verkauft. Im Jahr
2015 waren es nur noch 12,77 Milliarden, ein Minus von 5,90 Prozent. Das ab Mai 2018 geltende totale Rauchverbot in der heimischen Gastronomie wird den Zigarettenverkauf sicher auch nicht befeuern. Um den rückläufigen Tabakabsatz zu kompensieren, sind Tabaktrafikanten zunehmend auf andere Einnahmequellen angewiesen. Etwa auf E-Loading. Dabei werden digitale Güter wie Handy-Guthaben, Amazon-Geschenkkarten oder Westbahn-Tickets direkt in der Trafik als Bon ausgedruckt. Dementsprechend groß war das Interesse an der E-Loading-Roadshow von tobaccoland im Gasthaus Stockinger
in Ansfelden, Oberösterreich. 80 Trafikanten kamen zum Vortrag von Oliver Strobl und Stefan Maurer. Die beiden tobaccoland-Mitarbeiter stellten alte
und neue E-Loading-Produkte vor: Geschenkkarten und Geschenkladebons, Risk-Free- und Zero-Simkarten, Cash to Code und Blue Code. „Und Google Play
wird kommen“, versicherte Strobl.

Unterschiedliche Meinungen Besonders rege diskutiert wurde über Touchscreens am Zigarettenautomaten, über die E-Loading-Produkte rund um die Uhr verkauft werden können – zurzeit allerdings nur Handywertkarten. „Die, die Wertkarten kaufen, sind 70 Jahre alt. Die drücken sich nichts am Automaten
heraus“, monierte Erich Frauendorfer, Trafikant in St. Veit im Mühlkreis. „Ich denke, es gibt eine Zielgruppe für E-Loading am Automaten“, antwortete Strobl, „da nicht nur ältere Menschen ihr Handy aufladen. Wir werden zudem versuchen, das Sortiment im Bereich E-Loading am Automaten zu erweitern.“ Darauf hofft Bastian Höller-Prandtner. Er wird im Linzer Stadtteil solarCity die Trafik seines Vaters erben, den er bei der E-Loading-Roadshow vertrat: „Die Automaten mit Touchscreen fand ich persönlich am interessantesten. Die haben sehr großes Potenzial, wenn es auch andere Produkte geben wird.“
Höller-Prandtner war nicht der einzige zukünftige Trafikant bei der Veranstaltung. Auch Kevin Meixner wird die Trafik seines Vaters in Neuhofen an der
Krems übernehmen: „Grundsätzlich ist E-Loading die Zukunft. Denn die Zukunft ist bargeldlos“, sagte Kevin Meixner, der die Roadshow gemeinsam mit seinem Vater Manfred besuchte. „E-Loading hat das Potenzial, irgendwann einmal die Zigarette als Umsatzbringer Nummer eins abzulösen.“ Noch würden viele Kunden aber gar nicht wissen, was es alles gibt. „Es sollte viel mehr Werbung betrieben werden“, so Meixner. Das Schlusswort gehört Monika Kapfer. Sie führt eine Tabaktrafik in der kleinen Mühlviertler Gemeinde St. Peter am Wimberg. „Grundsätzlich ist alles gut, was Kunden in die Trafik bringt. Es darf allerdings nicht zu kompliziert werden“, resümierte sie den Abend. „Es gibt schon so viele verschiedene Produkte, man braucht als Trafikant schon sehr viel Fachwissen.“

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