Neue Öffnung Richtung Westen:
Nachdem die Ö-Ticket-Aufschläge neu berechnet wurden, sind Trafikplus-Verkaufsstellen auf dem Land besser aufgestellt.

Gerade im günstigeren Kartensegment, bei kleineren Veranstaltungen im ländlichen Raum mit 200, 300 Plätzen, sind wir nun konkurrenzfähiger.“ Mit diesen Worten fasst Trafikplus-Geschäftsführer Andreas Schiefer die neue Berechnung der  Ö-Ticket-Aufschläge zusammen. Bis Ende  Juli waren diese nach einem bestimmten Schlüssel gestaffelt. Auf niedrigpreisigen
Karten lagen mitunter Aufschläge von sechs und sieben Prozent, auf höherpreisigen  nur unmerkliche. Jetzt kommen auf jeden Preis einheitlich zwei Prozent Aufschlag. „Wir haben damit eine saubere, vernünftige und gerechte Lösung gefunden“, ist sich Schiefer sicher. „Und unterm Strich bleibt sich’s für den Trafikanten gleich.“ Das heißt, er verdient jetzt in Summe nicht weniger als früher, der Verdienst setzt sich nur anders zusammen.

Konkurrenz zur Raika. Trafikplus-Mitglieder verkaufen Ö-Ticket-Karten schon immer teurer als andere  Verkaufsstellen. „Weil die Margen bei Ö-Ticket an sich sehr gering sind, sie liegen bei drei, vier Prozent, haben wir aufgeschlagen“, erklärt Schiefer. Ein Teil des Aufschlags fließt direkt in die Provision des Trafikanten, der andere kommt der Trafiknet-Gesellschaft, dem Träger von Trafikplus, für Werbeaktionen zugute.

„Das Geld brauchen wir, damit wir etwa vor Weihnachten Radiowerbungschalten können.“ Einziger Haken bisher: „Wenn man für eine Karte im 20- bis 30-Euro-Bereich um 1,50 Euro mehr verlangt hat als die Raika, ist das schon aufgefallen. Daher sind es jetzt nur mehr um die 20, 30 Cent. Das kommt uns vor allem am Land zugute.“ Weiter keine Kaution. Die neue Berechnung gilt für alle Ö-Ticket-Veranstaltungen, die nach dem 31. Juli angelegt wurden – dem Trafikanten wird sie aber ohnehin nur auffallen, wenn er nachrechnet. Wichtiger ist es Schiefer, auf einen anderen Bonus für Trafikanten hinzuweisen,  wenn er auch nicht neu, sondern schon altbewährt ist. Im Unterschied zu Banken und anderen, die, um Ö-Ticket-Verkaufsstelle werden zu können, mitunter mehrere tausend Euro Kaution leisten müssten, zahlen Trafikanten dafür nur eine einmalige Lizenzgebühr von 90,– Euro.