Seit wenigen Wochen ist sie aktiv, die mit Spannung erwartete eigenständige Österreich – Tochter des Marktführers Philip Morris. Der Stapellauf war von den Trafikanten mit gemischten Gefühlen erwartet worden. Leider haben sich einige Befürchtungen nun mehr als nur bewahrheitet. Ausbleibende Lieferungen und eine völlig überlastete Hotline zeichnen ein chaotisches Logistikbild.

Bereits vor einigen Wochen hatte der bervorstehende Start von Philip Morris Austria für Aufregung unter der Trafikantenschaft gesorgt. Vor allem zu seltene Liefertermine, Bestellmöglichkeiten und die Bezahlung der Ware waren ganz oben auf der Liste gestanden. Philip Morris hatte damals auf Anfrage von Filterlos zur Antwort gegeben, zu diesem Zeitpunkt noch keine generellen Aussagen zu Lieferung und Bestellung machen zu wollen, hatte jedoch ein persönliches Informationsschreiben an alle Trafikanten angekündigt, in dem alle offenen Fragen und Details, beispielsweise zu Bestellung und Abrechnung, angesprochen werden. Dieses Schreiben wurde wie versprochen ausgeschickt – dass damit alle Fragen geklärt worden seien, stellte sich als trügerische Hoffnung heraus, wie die Rückmeldungen zahlreicher Trafikanten an Filterlos zeigten.
Der häufigste Kritikpunkt bezieht sich auf die Lieferungen, die Großteils offenbar im 14- Tages- Rhythmus vorgesehen waren. Durch Reklamationen bei Philip Morris konnten manche Trafikanten zumindest eine wöchentliche Lieferung erreichen. Philip Morris wollte zumindest durch die Einrichtung einer Hotline kundenfreundlich reagieren – leider vergeblich. Das unzureichend besetzte Quasi- Callcenter war dem Ansturm von Anfang an nicht gewachsen. Bei Erscheinen dieser Ausgabe wurde die Hotline nachbesetzt, das Personal aufgestockt- wirklich Abhilfe wird auf lange Sicht aber nur ein echter Aktionsplan schaffen.
Einer mögliche Erklärung für das Versagen der Logistik in diesem Fall könnte darin zu suchen sein, dass Tobaccoland schon zu Jahresende versehentlich falsche Lieferpläne verschickt hatte. Die unweigerliche Folge: Falsch informierte Tabaktrafikanten  bestellt zu spät der Versuch, den Ansturm über OMS abzufangen, scheiterte am gewaltigen Ansturm, mit dem man schlicht und ergreifend nicht gerechnet hatte. Eine Verkettung unglücklicher Ereignisse mit Schneeball -  Effekt.
Nichtsdestotrotz wird seitens PM versucht, diese Situation schrittweise zu entschärfen. Ein Ärgernis, vor allem bei großen Lieferungen, war ja bisher, dass dem Warenempfänger nicht ersichtlich war, in welchem der zahlrechen Lieferkartons sich der Lieferschein befand. In Hinkunft soll der entsprechende Karton mit einem deutlich sichtbaten Kreuz gekennzeichnet werden. Wobei sich die Frage stellt, warum an Stelle des Lieferscheins nicht gleich die Rechnung mitgeschickt wird…
Die Berufsvertretung jedenfalls äußerte im Gespräch den dringenden Wunsch nach einer raschen Lösung dieser Probleme – damit auf dem Markt endlich wieder Ruhe einkehren möge.