Feuer & Rausch

Mit 1. September ist es 30 Jahre her, dass nach langem, typisch österreichischem Hin und Her das österreichische Lotto letztlich in einer Blitzaktion aus der Taufe gehoben wurde. Die Lotto-Erfolgsstory ist aber auch den Tabaktrafikanten zu verdanken, die dem Täufling das Gehen beibrachten.

Ein atemloser Moment, als gleich zu Beginn der allerersten österreichischen Lotto-Ziehung, die besonders aufwendig inszeniert worden war, die mit Spannung erwartete erste Kugel im Ausgabetrichter stecken blieb – das heiße Scheinwerferlicht hatte die Plexiglasteile der Konstruktion verformt. Rückblickend betrachtet ging letztlich alles gut, die im internationalen Vergleich mutige Formel „6 aus 45“ wurde zu einer echten Erfolgsstory.
Ein Erfolg, den die Österreichischen Lotterien zu einem guten Teil auch der engen Zusammenarbeit mit der Tabaktrafikantenbranche verdankt. Heidemarie
Skrdla, jüngst designierte Bundesobfrau der Wohlfahrtseinrichtung der Tabaktrafikanten Österreichs, erinnert sich: „Wir waren am Anfang eine kleine
Familie. Durch den anfänglich hohen Informationsbedarf hatte man ein gutes bis freundschaftliches Verhältnis zu seinem Lottobetreuer, das es bis heute noch gibt, wenn dieser nicht schon in Pension gegangen ist – so wie meiner. Man hatte immer das Gefühl, gut betreut zu werden.“ Dieses Gefühlsband zwischen Trafikanten und Lotterien sei heute, so Skrdla, „leider nicht mehr ganz so stark – aber das ist wohl der Lauf der Zeit.“ Im Speziellen vermisst die Bundesobfrau engeren gegenseitigen Austausch: „Es wäre wünschenswert, wenn Lotterienmitarbeiter, die mit Neu- oder Weiterentwicklungen von Lotteriespielen befasst sind, schon im Vorfeld intensiver mit erfahrenen Trafikanten kommunizieren und sich erklären lassen würden, wie es ‚an der Front‘ tatsächlich zugeht. Manche Ideen sind in einer Annahmestelle einfach nicht umsetzbar“, richtet Skrdla einen Appell an den Lotterien-eigenen „Innovation Hub“ am Unternehmenssitz am Rennweg 44 im dritten Wiener Gemeindebezirk.

Gemeinsam vom Lotto-Sechser träumen
Trotz dieser Reibungsverluste im Graubereich zwischen Idee und tatsächlicher Umsetzung steht für Karl Stoss, den Vorstandsvorsitzenden der Österreichischen Lotterien, zweifelsfrei fest: „Die Erfolgsgeschichte der Österreichischen Lotterien ist untrennbar mit unseren Vertriebspartnern verbunden, allen voran den Trafikantinnen und Trafikanten. Und auch wenn sich vieles in diesen 30 Jahren verändert hat, die Digitalisierung zu einer wahren Revolution in der Wirtschaft geführt hat, so haben wir diese Partnerschaft immer gepflegt und werden das auch weiter tun.“ Trafiken, so Stoss weiter, „sind und bleiben ein Ort der Begegnung, wo man sich zu persönlichen Glückszahlen austauschen, über Spielsysteme fachsimpeln und ein wenig träumen kann, welchen Wunsch man sich wohl mit einem Lotto-Sechser erfüllen würde. Und wo man kompetenten Rat bekommt, wenn sich Fragen zu einem Spiel ergeben. Danke allen unseren Trafikpartnern für 30 erfolgreiche Jahre und uns allen alles Gute und viel Glück für die nächsten 30.“

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